Interview mit Marc Schulze | Laufvorbereitung zur TeamStaffel 2018

Am 29. August steigt die Thomas Sport Center Teamstaffel und wieder mit dabei ist Marc Schulze, einer der schnellsten Läufer Dresdens. Wir waren neugierig und haben für Euch mal nachgefragt, wie er sich auf diese Event vorbereitet.

Marc wie gestaltet sich dein Lauftraining?

Das Lauftraining eines Langstreckenläufers lässt sich prinzipiell in drei unterschiedliche
Arten unterteilen. Schnelle Tempoläufe, langsame Dauerläufe und flotte Tempodauerläufe.
Die Intensität, Länge und Anzahl der Wiederholungen sind dabei so unterschiedlich wie
die Läufer selbst. In der Regel mache ich in der Woche 1-2x Tempoläufe, einen Tempodauerlauf und ein paar Dauerläufe in unterschiedlicher Geschwindigkeit.

Wie bindest du das TSC in die Laufvorbereitung ein?

Läufer sind Athleten,- Leichtathleten. Das heißt auch sie sollten gut trainiert sein. Wer jetzt aber glaubt, dass Läufer nur die Beine trainieren liegt komplett falsch. Gerade die Belastungen langer Läufe oder gar Marathonläufe muss der Körper und der Stützapparat kompensieren können. Das heißt vor allem Rumpf- und Bauchmuskulatur sind stark beansprucht. Über die Dehnung und Kräftigung der Tiefenmuskulatur durch Yoga, Pilates und auch bei Bodypump kann ich meinen Körper hier optimal vorbereiten. Hinzu kommen normale Athletikübungen wie SitUps, Liegestütze und Klimmzüge sowie Kniebeugen und Ausfallschritte mit der Langhantel. Zur Regenation ist eine entspannende Sauna mit Wechselbädern nur zu empfehlen. Die angespannte Muskulatur wird durch die unterschiedlichen Reize gut durchblutet und kann dadurch zu alter Frische gelangen.

Was empfiehlst du Neulingen, wie sie sich auf diesen Lauf vorbereiten sollen?

Eine gute Grundlage hilft bei den meisten Ausdauersportarten. Läufern, die es noch nicht schaffen 4 km am Stück zu laufen, empfehle ich abwechselnd zu Laufen und zu Gehen. Die Gehpause ist hier eine aktive Pause und hilft trotz der Erholungsphase bei der Verbesserung der Ausdauer. Aber auch für Läufer die ohne Probleme 4 km laufen können, ist das ein gutes Fundament. 10 oder 15 km Läufe helfen auch bei einem 4 km Rennen die Ausdauerleistung erheblich zu steigern. In Kombination mit kurzen Tempoläufen kann auch eine neue Bestzeit in den Fokus genommen werden.

Wie motivierst du dich?

Wichtig ist ein Ziel. Egal was – man muss es nur selber wollen, denn dann zählen keine Ausreden. Am besten schon ein Jahr vorher für einen Wettkampf anmelden und für dieses eine große Ziel trainieren. Für die Motivation muss es nicht unbedingt realistisch sein. Hauptsache es hilft, sich neu zu fokussieren.

Gibt es vor dem Wettkampf für dich einen bestimmten Ernährungsplan?

Kurze Antwort: Nein. Ich versuche alles wie immer zu machen, denn was im Training funktioniert, funktioniert auch im Wettkampf. 
Lange Antwort: Vor dem Wettkampf nur leichte Kost zu sich nehmen. Der Köper hat während des Laufens keine Kraft für Verdauungsarbeit und es kann zu Magenproblemen kommen.

Bist du überhaupt noch aufgeregt vor so einer Veranstaltung?

Bei so einer Veranstaltung ehrlich gesagt nicht mehr. Allerdings ist es immer eine Frage der Wichtigkeit und Vorbereitungszeit. Falls ich jemals wieder eine neue Bestzeit über 5 km in Angriff nehme, muss ich mich intensiv vorbereiten und dann auf dem Punkt fit sein. Selbst dann ist der routinierteste Profi nervös, da er ans Limit gehen muss.

Was machst du außer Laufen?

Wenn ich gerade mal nicht Laufen oder Arbeiten bin, verbringe ich den Großteil meiner Zeit mit meiner kleinen und jungen Familie. Aktuell bleibt für andere Sachen wie Radfahren oder Malen wenig Zeit.

Danke Marc für diese Einblicke!